Optimaler Empfang: Boosten Sie Ihr WLAN

Optimaler Empfang: Boosten Sie Ihr WLAN

Geniessen Sie kabelloses Surfvergnügen im ganzen Zuhause: Mit einfachen Mitteln können Sie die WLAN-Verteilung in Ihren eigenen vier Wänden optimieren. Und sorgen so für besten Empfang auf allen Geräten.

1. Internetanschluss testen

Bevor Sie Ihren WLAN-Empfang optimieren, sollten Sie grundsätzliche Internet-Probleme ausschliessen und den Internetzugang testen:

  • Verbinden Sie dazu Ihren Computer via Netzwerkkabel mit Ihrem Router und testen Sie die Übertragungsgeschwindigkeit. Falls Ihr Mac keine Ethernet-Buchse hat, können Sie einen Adapter nutzen. Bei einem iPhone oder iPad gehen Sie im selben Zimmer in Sichtweite. Halten Sie das Gerät aber nicht direkt an den Router, das führt zu Interferenzen.
  • Öffnen Sie Ihren Browser (z.B. Chrome, Safari, Firefox) und rufen Sie  den Testdienst iway.speedtest.net auf.
  • Falls die ermittelte Geschwindigkeit selbst über Kabel weit unter den Möglichkeiten Ihres Anschlusses liegt, sollten Sie als erstes alle beteiligten Geräte neu starten.
  • Gibt es danach keine Besserung, sind viele Ursachen denkbar. Messen Sie mit einem anderen Gerät oder Tool nochmals nach. Es könnten auch Kabel defekt sein, tauschen Sie diese also testweise aus.
  • Wollen Sie es ganz genau wissen, trennen Sie zunächst alle weiteren „Verbraucher“ vom Internet, sodass diese das Ergebnis nicht verfälschen: andere Computer, Fernseher, Radios oder sonstige Geräte mit Internetanschluss schalten Sie dazu einfach aus oder schicken sie in den Ruhezustand. Nun sollte nur noch das Gerät, welches Sie testen wollen, ins Internet kommen.
  • Da lokale Dienste, Updates oder dergleichen das Ergebnis beeinträchtigen, sollten Sie alle Programme beenden.
  • Nun machen Sie den Speedtest mit einem der Testdienste (iway.speedtest.net).
2. Der perfekte Ort

Die richtige Platzierung des Routers ist entscheidend für den Empfang. Da sich Funkwellen geradlinig verteilen, sind Ihnen durch Architektur und Mobiliar Grenzen gesetzt:

  • Idealerweise stellen Sie den WLAN-Router daher an einem zentralen Punkt Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung auf. So erreicht das Signal alle Geräte, die sich in den Räumen rundum befinden. Auch wenn Ihr WLAN-Router keinen Schönheitswettbewerb gewinnt, sollten Sie ihn nicht in einem Kasten stecken oder abdecken. Objekte, Wände und Türen schwächen die Übertragung.
  • Orientieren Sie den Router in die Raummitte und nicht zur Wand. Um die Reichweite zu erhöhen, stellen Sie ihn möglichst hoch auf, da die Geräte meist nach unten strahlen.
3. Der optimale Empfang

Reduzieren Sie mögliche Störungen durch andere Geräte, Funkwellen und Metalle:

  • Tragbare Telefone, Babyphones und auch Mikrowellen senden Funkwellen, die das Signal Ihres WLAN-Routers stören können.
  • Ebenso beeinflussen Objekte und Einrichtungen aus Metall die Übertragung der Funkwellen. Platzieren Sie Ihren Router möglichst weit weg von solchen Objekten, damit Ihrer reibungslosen WLAN-Verbindung nichts mehr im Wege steht.
4. Die richtige Frequenz

Wenn der Durchsatz in Ihrem WLAN zu schlecht ist, könnte es daran liegen, dass sich zu viele Funkzellen auf denselben Kanälen gegenseitig im Weg stehen. Funkwellen sind die Basis kabelloser Übertragungen: Datensignale werden digitalisiert und in elektromagnetische Felder umgewandelt. Diese unterscheiden sich in ihrer Wellenlänge und somit Frequenz. Mobilgeräte und Basisstationen senden in einem bestimmten Frequenzbereich, WLAN-Router beispielsweise mit 2.4 GHz und 5 GHz. Das 2.4-GHz-Frequenzband wird jedoch auch von Geräten wie Fernbedienung und Mikrowelle genutzt. Aktuell noch weniger beansprucht wird hingegen das 5-GHz-Frequenzband. Um festzustellen, ob sich zu viele Funkzellen auf demselben Kanal laufen, kann man zum Beispiel im Web-Frontend einer Fritzbox nachsehen: Anleitung Belegung WLAN-Kanäle

5. Das richtige Endgerät

Wenn Ihre Geschwindigkeit zu langsam ist, kann das an Ihrem Endgerät liegen. Ob Laptop, Smartphone oder Tablet – veraltete und langsame Geräte können selten die gesamte Bandbreite des WLAN-Netzwerkes nutzen. Auch eine hohe Prozessorauslastung, die installierte Software (z.B. Firewall, Antivirusprogramm) oder ein veraltetes Betriebssystem kann die Geschwindigkeit Ihrer drahtlosen Internetverbindung drosseln. Verwenden Sie keine Geräte, die den sogenannten "N-Standard" nicht unterstützen. Häufig betrifft dies Geräte, die vor 2009 auf den Markt kamen, welche die Leistung aller Geräte im gleichen Netz behindern. Neuere Endgeräte unterstützen zusätzlich zum "N-Standard" auch den "AC-Standard" und haben mehrere eingebaute Antennen die gleichzeitig betrieben werden können. Damit sind Geschwindigkeiten von netto bis zu 200Mbit/s (N-Standard) oder 650Mbit/s (AC-Standard) möglich. Um festzustellen, mit welchen Eigenschaften ein Endgerät mit dem WLAN verbunden ist, kann man zum Beispiel im Web-Frontend einer Fritzbox nachsehen. Loggen Sie sich dazu in Ihrer FRITZ!Box wie in dieser Anleitung beschrieben ein.

Unter "WLAN/Funknetz" sind alle mit dem WLAN verbundenen Endgeräte mit ihren Eigenschaften aufgelistet. In den Eigenschaften ist ersichtlich, ob das Endgerät den 2.4 oder den 5GHz Bereich benutzt, welchen WLAN Standard (N oder AC) für die Verbindung benutzt wird und die Anzahl der verwendeten Antennen (z.B. 2x2). Zusätzlich wird auch angegeben, welche maximale Datenrate (Brutto) mit dieser WLAN Verbindung momentan erreicht werden kann. Dabei wird auch die empfangene Signalstärke des Endgerätes berücksichtigt. Ist das Endgerät von der Fritzbox weit entfernt, ist die angezeigte Datenrate kleiner, als wenn das Endgerät in der Nähe der Fritzbox steht.